Frankreich-Normandie August 2010


Wieder gibt es eine "Steinzeitkarte".

Aber - die Orte sind alle sehr bekannt und leicht zu finden. ;-)


Reisehauptsaison August !

Wir reisen gerne "abseits der Ströme". Waren jahrelang auf Schulferien angewiesen und schätzen die neue Freiheit sehr.


So kamen wir auf die Normandie, der August stellte sich als die ideale Reisezeit für diese Gegend heraus.


Dienstag 10.08. 

Abfahrt 11:20 Uhr

Unsere zweite Frankreichreise in diesem Jahr ;-)


Fahrt über den Rhein bei Raststatt


Von Niederaudorf nach Niederviller 

gef. Km 520

Womostellplatz an der Marina Niederviller


10.-€ inkl. Strom

Sanitär


ruhiger, ausgesprochen schöner Stellplatz an der RN 4



Hier stehen Hausboote und Wohnmobile "Seit an Seit", welch geniales Konzept.

Sanitäranlagen, Strom, kleiner Markt und V/E sind bereits von der Marina vorhanden und können mitbenutzt werden.

 

Nachmittags gehen wir in den kleinen Ort, wobei das schönste hier der Wohnmobilstellplatz und die Marina sind. ;-)

Niederviller ist ruhig aber relativ unspektakulär. 

 

Mittwoch 11.08. 

 

Beim Morgenspaziergang am Kanal begegnet mir eine ältere Französin mit Ihrem Hund.

Sie spricht sehr gut Deutsch, da hier von 1939-1944 Deutsch an der Grundschule Pflichtfach war.

Madam Krup wurde Krankenschwester und für die deutschen Patienten zuständig. So hat sie die Sprache nie verlernt.

Sie schwärmt sehr von den Deutschen.

Auf meine Frage, ob sie nach Ihren Kriegserfahrungen nicht Vorbehalte hätte, erklärt sie mir.

" Die Franzosen leben viel zu gerne, um nach so vielen Jahren noch darüber zu grübeln und ich hätte ja nicht einmal gelebt. "

 

Gut erholt geht es auf der Traum RN 4 Richtung St. Dizier nach Paris.

 

Seltene Begegnung - ein Knaus Sun Ti   (für Kenneraugen)

Unser neues BeckerNavi findet auf Anhieb die Pariser Ringautobahn.

Für den Unfall kann Anton nichts.

Wenn man in Paris im Stau steht, ist es erschreckend die vielen verbeulten Autos zu sehen.

Eifelturm ganz klein
Eifelturm ganz klein

Ankunft am Stellplatz Honfleur um 17:00 Uhr.

gef. Km 600

Der riesige Platz ist  völlig belegt (mind. 200 Mobile)

Die französischen Wohnmobilisten weisen uns sehr freundlich hinter Ihren Mobilen ein


Nach ca. 10 Minuten in Warteposition fährt ein Mobil ab und wir können von unserem Platz aus schon erahnen wohin die Reise geht.


Pont de Normandie vom Stellplatz aus

Bei Sonnenuntergang machen wir uns auf den Weg zum berühmten Hafenbecken von Honfleur.

Das Hafenbecken und dessen Flair zieht einen sofort in seinen Bann.


Alle großen Impressionisten, von Boudin bis Monet, haben hier gemalt. 


Die Gitarrenmusik und der Gesang eines Livemusikers klingt übers Wasser.

Trotz der vielen Menschen kann man hier ruhig und stilvoll geniesen.

Paul wird angelächelt und viel gestreichelt.

An Ständen wird Cidre zum Probieren angeboten, sehr gut - und günstig.

 

Donnerstag 12.08. 

Am nächsten Morgen leert sich der Platz schnell.

Wohnmobilisten sind ein reisendes Volk.

So bekommt man auch vormittags immer einen Platz.

 

Stellplatz Honfleur am nächsten Morgen

 


Über die Pont de Normandie geht es weiter, 5,-€ pro Fahrzeug.

Auch hier läuft die Uhr rückwärts - ab dem Tag, ab dem die Baukosten bezahlt sind, ist die Fahrt frei.


Etretat gef. Km 50

Am Ortsanfang sehen wir einen CP muncipal, wir wollen jedoch erst die Stellplätze erkunden.

Der Größte ist geschlossen, der bei der Gandamerie  sehr gequetscht, da wollen wir Paul nicht alleine lassen.

Trotz "sauf camping cars" fahren  viele Womos rein oder parken auf Gehwegen.

Wir wenden und fahren zum CP zurück.

Stellplatz Etretat

neben CP muncipal


am Ortsanfang rechts

ruhig

(bis auf unsere ital. Nachbarn) ;-))


Trotzdem bleiben zwei Plätze frei, Gehweg ist günstiger. :-(



Vorbei an schönen Häusern, schlendern wir zur absoluten Sehenswürdigkeit .....

Den natürlich wollen auch wir endlich Ihn sehen                                                               


                                                     Das Wahrzeichen der Normandie  


Den Elefantenfelsen von Etretat:

Auf herrlichen Spazierwegen tun sich uns nach jeder Biegung neue, faszinierende, neue Perspektiven auf.

Ein bleibender Eindruck.


Freitag 13.08. 

Weiterfahrt nach St.Valery eu caux 

Wohnmobilstellplatz an der Hafeneinfahrt   

4,20 € /  24 Std.  

bis vor kurzem noch kostenlos

Baguetteauto am Morgen


ein absoluter Traumplatz

gef. Km 50

Da wir um 10:00 Uhr ankamen, ergattern wir sogar einen Platz in erster Reihe

(den Letzten ;-))

Mit Traumblick auf Leuchtturm, die Klippen und der Einfahrt zum Hafenbecken.

So schön, dass wir zwei Tage bleiben.

Am Nachmittag erwandern wir uns die Klippen .........herrlich ruhig für August.


Samstag 14.08. 


Am nächsten Morgen schippern immer mehr historische Segelschiffe durch die Hafeneinfahrt - zum heutigen "Feste del mer"


So gingen wir die Hafeneinfahrt entlang, in die nahe Altstadt.

Hier wurde im Krieg alles zerstört.

Das einzige, noch erhaltene Haus ist aus dem 16. Jhd.

Darin ist die "Information de Tourisme" untergebracht und ein kleines Museum über die Zerstörung der Altstadt, durch die Nazischergen im zweiten Weltkrieg.

Der weitläufige Hafen von Saint valery eu caux


Traumschiff

grande finale beim Fischerstechen


Leider war die Gastronimie sehr dürftig und durch eine sehr seltsame "Sfärenmusik" die Stimmung eher ungewöhnlich .........



und so zogen wir unser "Lieblingsrestaurant" und den tollsten Blick im Ort vor !

und genossen einen typisch französischen Stellplatzabend.

Boccia spielende Franzosen, ein Glas Wein............


Sonntag 15.08. 


Weiterfahrt nach Criel-sur-Mer

Parkplatz direkt am Meer, kostenlos.

Straße kaum befahren.

Windig ;-) 

Hier schlug das Wetter um, stürmisch-regnerisch.

Der Wind rüttelte am Womo - so hatten wir uns die Kanalküste eigentlich vorgestellt.

Bei einem Buch, einem Glas Wein, die Wellen beobachten - schön.


Strandbesucher parken ihre Autos und werden vom Wind und Regen durchgeweicht, während wir das Spektakel bei einer Tasse Kaffee vom Womo aus beobachten.

Mit Fluchtauto in erster Reihe.


Rechtzeitig zum Sonnenuntergang verziehen sich die Wolken.


Montag 16.08.  

Vorbei an der Somme Bucht, die ohne Regen sicher schön zum Radln gewesen wäre, kamen wir nach 10 Kilometer nach 

Le touquet-Paris Plage 

Stellplatz am Yachthafen

6,-€ / 24 Std.

Rad- und Fußweg zum nahen Strand, direkt vom Platz. 

Vom Womo aus beobachte ich die kleinen, tapferen Franzosen, bei Ihrem Optimistenkurs

Das Wetter bessert sich und wir machen uns auf zum nahen Strand.


Wir staunen nicht schlecht, als wir diesen Traumstrand sehen. 

Endlose Sandstrände - Paul im Glück.

Und dann bekommen wir auch noch einen atemberaubenden Sonnenuntergang.

Dieser Moment in den Dünen ist einer den ich, bei dem Gedanken an unseren wunderbaren Paul, immer wieder erinnere.   


Dienstag 17.08. 

Ab heute geht es Richtung Heimat.

Bei der Hinfahrt sahen wir an der RN 4  in Ligny-en-borras  Womos am Wasser stehen.

Jetzt bei der Rückfahrt fahren wir hier von der RN 4 ab.

gef. Km 415


Womostellplatz Ligny-en-Borras

kostenlos !

Toiletten V/E


Wirklich schön angelegt

Nachts stilvoll beleuchtet.

sehr ruhig, trotz der nahen RN 4

nur 1 Km

Perfekt ausgestattet


Frankreich Womowunderland

Toiletten für Mensch und Hund
Toiletten für Mensch und Hund


Mittwoch 18.08. 

Weiterfahrt nach Charmes 

zu Recht sehr bekannter Wohnmobilstellplatz 

4,20 € inkl. Strom !

Brötchen Service, Obst und Gemüsewagen, sogar die Pizzarigscha kam vorbei und bediente Schiffe und Wohnmobile.


Schöne Radwege am Kanal.


Donnerstag 19.08. 


Vorbei an wunderbaren Landschaften und schönen Häusern (in Bayon)


verlassen wir wehmütig Frankreich.


Bei Drusenheim schwimmen wir völlig kostenlos nach Deutschland.

Fährt alle 20 Minuten.


FAZIT: 

Wir haben beeindruckende Natur, Plätze und Orte gesehen.

Wenn man Vormittags den Platz wechselt, wir haben immer entspannt am neuen Platz gefrühstückt, ist der August ideal.

Sonst vielleicht etwas zu kalt.

Die Freundlichkeit und Ruhe der Franzosen waren wieder ein Genuss.

Wohnmobilplätze sehr günstig und traumhaft gelegen.