Sizilien im Mai 2015 - Teil 3

Agrigento   "Valle di Templi" 


Ist eher auf einer Anhöhe, als im Tal.

Wir parken auf dem günstig gelegenen Parkplatz, direkt beim Eingang.


Parkplatz an der piazza dei Templi 

Viale Guiseppe la Loggia


Man fährt auf der S115 direkt darauf zu, beim Kreisverkehr links.

Camper für 2 Std. 4,-€

Kleine Geschichten am Rande:

Wir stellen unser Wohnmobil ab und gehen auf den Eingang zu.

Auf einem großen Schild werden Taxifahrten direkt zu den Tempeln angeboten.

Für 4.-€ pro Person kein schlechter Preis. Günters Knie würde es uns danken.

Hm, der Hund ist zu groß, leider können sie uns nicht mitnehmen.

So machen wir uns zu Fuß auf den Weg.

Wir bezahlen den Eintritt, 10,-€ p. P.  Hund kostenlos.

Wir sind überraschend schnell da. 

Nach der Hälfte der Besichtigung sehen wir die Taxis wieder stehen.

Man wird von Ihnen hinten rum zum zweiten Eingang gefahren.

So bekommt man einen Teil gar nicht mit und zum zweiten muss man trotzdem laufen.

Findige Taxifahrer. ;-)))


Man kann hier wunderbar rum spazieren. Neben der Hauptatraktion, den Tempeln ca. 500 v. Chr. erbaut, ist die Pflanzenwelt sehr interessant.


Oder wie die alten Griechen die Elemente verbunden haben. Immerhin ohne Mörtel, sondern durch Löcher mit Zapfen oder ineinander greifende Hufeisen. 

und natürlich die Tempel
und natürlich die Tempel
gefallener Engel
gefallener Engel

Das mueseo acheologico lassen wir weg, die Stadt Agrigento selbst auch.

Obwohl die Stadt sicher viel zu bieten hätte.

Man kann nicht alles sehen.

Jetzt wollen wir irgendwo bleiben, uns erholen, die Eindrücke wirken lassen.

Diese Mischung ist für uns im Urlaub perfekt.

So geht es weiter mit unserer Insel Umrundung.


Bei der sog. Türkentreppe ( Scala dei Turchi) machen wir einen Photostop. .



Gleich danach ist ein Stellplatz.

Liest sich im Womoführer (mit dem Wohnmobil nach Sizilien/Kügler) sehr gut.

Auch von hier hat man die Türkentreppe gut im Blick.


Wohnmobilstellplatz Lido Rossello

Als wir auf dem Platz ankommen, ist das Tor offen. 

Auf einem Schild, wird man gebeten anzurufen, mit angegebener Tel. Nr.

Noch ist der Platz leer.


Eine schöne Lage. Ohne Zweifel, aber die Anlage ist extrem ungepflegt. Die Stromsäulen liegen teilweise umgeknickt am Boden.

Günter geht zu den Toiletten und schaut sich die Entsorgung an.

So etwas hätte er noch nicht gesehen. Völlig vermüllt, die Toiletten teilweise zerstört, den Rest will ich hier gar nicht schreiben. 


Der Platz wird zur Saison sicher hergerichtet, in diesem Zustand fahren wir lieber weiter.

Gleich in der Nähe liegt ein viel beworbener Platz in einem Naturschutzgebiet.


Das Landschaftsbild erinnert an Kroatien.



Schon von weitem wird der Platz beworben.

Er liegt sehr abseits und so fahren wir auf kleinen, engen Straßen zum

Torre Salsa Turistica


Im Internet und allen Stellplatz Apps wird vor der überheblichen Art, der deutschen Auswanderin gewarnt.

Wir sind gewarnt, das kann ich auch.

In der Nebensaison könne man aber auch nur 2 Tage bleiben.


Als wir um 14 Uhr ankommen ist die Schranke geschlossen.

Wir finden eine Angestellte, die uns erklärt " Madam speise noch ". ;-)


So warten wir eine halbe Stunde (die Anfahrt war weit) bis "Madam kommt". 

Sie erklärt uns, dass wir 3 Tage bleiben "müssten". Ausserdem noch, wie wir unseren Urlaub zu gestalten hätten. Einen Monat bräuchte man für die Gegend.

Also, Nasenspitze nach oben und Ihr erklärt, dass wir dann weiterfahren.

Wir lächeln uns kurz zu und fahren dann weiter.


Witzig, die Frau war genau wie beschrieben. Es ist Ihr Platz und unser Urlaub.

Alles gut.


Dank der genialen holländischen App ist sofort Ersatz gefunden. Nur 13 Km weiter.

Der CP wird sehr gelobt, also auf zu neuen Ufern. 

und dies völlig zu Recht !

CP  Eraclea Minoa village

 

23 ,-€ / pro Tag

alles inkl.

Traumlage  Capo Bianco, absolut ruhig

sehr freundliches Personal

super Sanitäranlagen

WIFI frei

 

 

Für heute sind wir erst einmal erledigt.


Sonntag 17. Mai 


Heute gönnen wir uns den geplanten Ruhetag.

Baden, lesen, gut essen und mit den ausgesprochen netten Wohnmobilisten am Platz über die Insel und deren Erfahrungen ratschen.


 

Unser "Haus am See". Mittlerweile kann keine 5 Sterne Anlage mehr mithalten.

 

Wir haben unsere Urlaubsform gefunden. Die Frage "Campingplatz, Stellplatz oder frei stehen" wurde in diesem Urlaub wieder einmal für uns beantwortet.

Von allem das Beste 

 

Wir hatten auf fast jedem Platz "wilde Hunde".

Emma hat die Situationen immer perfekt gemeistert. Wilde Hunde sind nicht auf "Krawall gebürstet". Sie müssen mit ihren Kräften "Haus halten".

Auf diesem Platz hatten wir ein besonderes Exemplar.

Palermo (wir nennen die Kurzzeitgäste  nach der nächsten, größeren Stadt) 

Er war in seinem Charme nicht zu übertreffen. Lies Emma immer den Vortritt.

Legte sich, wenn wir am Tisch saßen perfekt ab. Wirkte super erzogen.

Da wäre ich fast schwach geworden. 

Aber Filou ist der Mann in Emmas leben. ;-))

Irgendwann sehen wir Palermo vielleicht in München mit einem Swarovskihalsband wieder.

 


Montag 18 Mai 


Der Tag kann kommen.

Morgenspaziergang
Morgenspaziergang


Nach einem Morgenbad und  einem langen Frühstück entsorgen wir noch am Platz.

Langsam wollen wir mein "Geburtstagsgeschenk" erreichen.


Aber vorher stehen noch die Salzfelder auf dem Plan. 


Die Gegend ist hier von der Landwirtschaft geprägt. Alles sauber aufgereiht.

Die Straßen Streckenweise überraschend gut.


Zwischendurch decken wir uns noch mit Lebensmitteln ein. 


Vorbei an vielen Palmen Plantagen.


Straßenhunde haben Vorfahrt, die Dörfer werden immer hässlicher und vermüllter.

Nirgends ein gepflegter Vorgarten. Der Müll liegt direkt am Eingang. 


Ich liebe Marsala, aber nur als Dessertwein. 


Und hier gibt es einen harten Schnitt.


Marsala in seiner ganzen Hässlichkeit.

Direkt nach der Stadt empfängt einem absolute Schönheit.


Sizilien - die Insel der Gegensätze.


großer Parkplatz

direkt hinter Marsala

an der Straße links

bei einer alten Salz-

gewinnungsanlage.


Die Salzgärten schillern in allen blau- und lila Farben.

Als wir mit dem Womo parken, lächelt uns der Salzbauer an und grüßt uns freundlich. 


Wunderschön hier, die Gegend hier wird Stagnone di Marsala (Lagune von Marsala) genannt. Die Isole dello Stagnone liegt schützend vor der Küste.


An der Uferstraße P21 reihen sich die Salinen und Windmühlen.


Wir machen uns auf den Weg zur Schönsten. 

Parkplatz direkt am Anleger Isola di Mozia

kostenlos

Man empfängt uns sehr freundlich.

Ohne aufdringlich zu sein.

Natürlich kaufen wir hier am Ende Salz und Marsala, zu fairem Preis.


Wie wunderschön. Hier herrscht eine wunderbare Ruhe, die Ober sind sehr freundlich, das Essen wirklich gut. Die Preise günstig.


Gerade fährt ein Boot zu der Insel, im Besitz der Familie Whitaker.


Wir wollen nicht auf die Insel fahren.

Ein Hoch auf unsere günstige Kamera. 

oben Orginalgröße

unten Zoom 


Wir haben hier in der Sonne gesessen, die Schönheit auf uns wirken lassen, für uns war es so viel erholsamer.

Das schönste am Womoreisen ist, dass man sich seinen Urlaub genau so gestaltet, wie es gerade passt.


Jetzt wollen wir uns in der Nähe einen Übernachtungsplatz ansehen.


Ein letzer Blick, die Salzfelder und Mühlen begleiten uns noch eine Weile.

Die Entdeckung der Langsamkeit  ;-)))
Die Entdeckung der Langsamkeit ;-)))

Immer wieder Möglichkeiten am Strand zu übernachten.

Wir wollen uns den Tauchclub Nauticub  in Torre San Teodoro anschauen.

Er war geschlossen. Vielleicht ist er ja jetzt wieder geöfffnet. 


Geschlossen, gleich daneben kann man wunderschön stehen.


Der Platz ist, wie geschrieben, wunderschön.

Nur ist der Militärflughafen in der Nähe und so donnern alle 15 Minuten Kampf-flieger über uns hinweg.

Vielleicht ein Grund, warum der Nautic Club geschlossen wurde.


Nicht weiter schlimm, mein Geburtstagswunsch nicht mehr weit und so fahren wir weiter.

Sizilienkenner wissen es bereits
Sizilienkenner wissen es bereits


Es geht in den "Frei-Steh-Platz-Himmel"



San Vito lo Capo (bei Castelluzzo)

Mehrere Plätze in einer Traumbucht. An vielen  Stellmöglichkeiten sind Müllcontainer aufgestellt.

Morgends kommt der Bäcker, Nachmittags das Obst- und Gemüseauto.

Der einzige, winzige Nachteil an diesem Platz ist, dass es etwas steinig ins Wasser geht. 

 

Der Rauch im Hintergrund gehört zu einem Haus. Noch dürfen Gartenabfälle verbrannt werden.

 

Hier ist absolute Ruhe.

Wenn Ihr auf das Video klickt , allerdings nicht. ;-)))

Meine Kamera klickt und klackt, also unbedingt die Lautsprecher vorher ausschalten !!!!!!!!!!!!! ;-))

 

Dienstag 19. Mai 

 

Hier aufzuwachen ist einfach etwas besonderes. 


Der Blick aus dem Dachfenster zeigt bestes Wetter.

Wenn wir schon einmal so stehen (wie die Dolomiten am Meer), dann wollen wir natürlich biken.

Zuerst Richtung Monte Cofano zur alten Thunfisch Fabrik.

Von dort aus kann man noch ein Stück mit dem Rad fahren, später wird es ein traumhafter Wanderweg.

 

Badebucht auf dem Weg
Badebucht auf dem Weg

 

Zurück beim Womo radln wir noch in die andere Richtung .

Ca. 800 von unserem Womo haben wir noch andere Mobile stehen gesehen.

Kuschelcamping ist das hier nicht.  ;-))

Wir wollen uns noch anschauen, wie man dort steht.

 

Ein Dickschiff ;-)) steht auf dem Platz. Die Besitzer sitzen vor dem Womo.

Wir schauen uns den Strand an - Sand, eindeutig besser. 


Wir kommen ins ratschen. Nach kurzem erzählen :

" Dann seid Ihr janoschpaul, mit dem Fluchtauto ? 

Wir sind capell1 "


Besserer Strand,  sympathische Nachbarn, gleiche Traumbucht.

Wir radln zurück und ziehen um.

Und dies war eine gute Entscheidung.

Capella1: Gabi, Willi und Max -  wie schön, dass wir Euch getroffen haben !


Die Mischung aus ratschn, baden, lesen, essen - genießen, macht den Tag rund.

   

Im Laufe des Tages kommen noch andere Womos dazu, alles im angenehmen Abstand. Es ist ja genug Platz.

Wenn man solche Nachbarn hat wie Willi und nach ein paar Blättchen Basilikum fragt, bekommt man das.

selbst gemachter Pulposalat - welch Genuss
selbst gemachter Pulposalat - welch Genuss


Mittwoch 20. Mai 


Der 50te soll etwas besonderes sein.

Das war mein Geburtstagswunsch !   Frühstück auf diesem Platz in Siziien.


Es war ein wunderbarer Tag. 

Genau, wie ich es mir vorgestellt habe. Danke Dir. 

Sieht aus als ob unser Womo raucht ( es waren Gartenabfälle weit hinter dem Womo)

Trotzdem gab es war zu reparieren.

Unser Kühlschrank streikte, die Abdeckung abnehmen alleine half nicht.

Also das Teil zerlegt, den Brenner gereinigt und alles lief wieder rund.

Ein bisschen was ist immer. ;-) 

kleine Geschichten am Rande :


Am Nachmittag kam ein neues Mobil an. 

Vormittags war bereits Josef, ein sehr freundlicher Aprikosenbauer vom Ort, hier.

Wir kauften seine ausgesprochen guten Früchte.

Nachmittags kam er noch einmal. Der Mann des neuen Mobils ging zu Josef hin, er probierte mehrere Früchte. Auf einmal wurde er laut und Josef fuhr ab. Wir konnten Ihn gerade noch grüßen.

Der Mann des neuen Mobils kam auf uns zu.

"Also das war ja eine Frechheit, so ein Halsabschneider, im Supermarkt waren die im Angebot, dem hab ich aber die Meinung gesagt !"


Auf meine Frage, ob er denn kein Italienisch kann, sagte er nein.


"No, grazie sollten Sie aber können. Josef ist ein Einheimischer, es ist seine Heimatbucht, wo Sie hier kostenlos stehen ! Er versucht nur sich etwas dazu zu verdienen. Sie müssen nichts kaufen, einfach lächeln und no grazie.

Aber niemals niemals beschimpfen. "


Wir können hier frei stehen, wie gut wenn manch Einheimischer etwas davon hat.

Seine Aprikosen waren übrigends nicht mal teuer.



 Wir haben auf dieser Tour viele nette Menschen getroffen. Auf allen Plätzen !

Mehr als gewöhnlich. Dieser "Typ" war die schändliche Ausnahme.

Zurück zum Genuss. 


21. Mai


Die Reise geht weiter.

Als nächstes haben wir uns Cefalu raugesucht. 

In der Nähe wollen wir noch einmal übernachten und dann bei Messina wieder aufs Festland übersetzten. 

Wunderschöner Briefkasten in Castelluzzo
Wunderschöner Briefkasten in Castelluzzo

 

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